9. Jahrgang Nr. 11 / 20. November 2009 – 3. Kislew 5770

Mehr Toleranz

Bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus sowie bei der Erziehung zu Toleranz und Demokratie ist bessere Abstimmung zwischen der Bundesebene, den Ländern und den Kommunen erforderlich. Das erklärte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer. Kramer bedauerte, dass Versuche, übergreifende Konzeptionen zu realisieren, an Kompetenzstreitigkeiten und an parteipolitischem Gezänk scheiterten. Die neuen Bundesländer müssen in die Maßnahmen voll einbezogen werden. Zwar möge es im östlichen Teil Deutschlands besondere Ausprägungsformen des Rechtsradikalismus und des Judenhasses geben, die auf das Erziehungswesen und die Politik der DDR zurückgingen, doch sei der Hass der Rechtsextremisten auf die Demokratie, Juden und Fremde in Ost und West der gleiche. Zudem sei Deutschland bereits sei zwei Jahrzehnten vereint. Daher könne man sich im Hinblick auf die neuen Bundesländer nicht „ewig hinter dem Rücken des SED-Regimes verstecken“.
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