9. Jahrgang Nr. 10 / 23. Oktober 2009 – 5. Cheschvan 5770

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums von Rabbiner Dr. Joel Berger

ARON HAKODESCH. (Hebräisch)

An der Ostwand der Synagoge befindlicher, heiliger Schrein zur Aufbewahrung der Torarollen der Gemeinde. Der Schrank wird mit einem bestickten Vorhang (Parochet) verdeckt.

ARBA KANFOT (Hebräisch)

Viereckiges Kleidungsstück der gesetzestreuen Juden. An den vier Ecken befinden sich die in der Tora (4.B.M. 15:38-41 und 5.B.M. 22:12) vorgeschriebenen, wollenen Zizit (Quasten, Schaufäden) nach rabbinischen Vorschriften befestigt. Diese sollen an die 613 Gebote und Verbote der Tora erinnern. Viele tragen die Zizit sichtbar über der Kleidung, um das Torawort („….dass ihr sie anseht und gedenket aller Gebote des Herrn“ 4.B.M. 15:39) genauer zu befolgen.

ARBA MINIM (Hebräisch)

Die vier Arten von Pflanzen, die wir an allen Tagen des Sukkotfestes (bis Schmini Atzeret) gemäß der Gebote der Tora (3.B.M. 23:40) in die Hände nehmen und nach einem Segensspruch in alle Himmelsrichtungen bewegen. Die „vier Arten“ sind: Etrog (Paradiesapfel), Lulaw (Palmzweig), Hadass (Myrthe) und Arawa (Bachweide). Außer der heimischen Arawa, lassen wir die drei anderen Arten aus dem Heiligen Lande einführen.