9. Jahrgang Nr. 10 / 23. Oktober 2009 – 5. Cheschvan 5770

Nachrichten

Dachau plant Kooperation mit israelischer Stadt

Dachau und die israelische Stadt Rosch Ha-Ajin, rund 20 Kilometer östlich von Tel Aviv gelegen, wollen ein Programm zum Jugendaustausch und weitere Kooperationsprojekte in die Wege leiten. Dagegen bestritt der Bürgermeister von Rosch Ha-Ajin, Mosche Sinai, Meldungen, denen zufolge eine Städtepartnerschaft vereinbart worden sei. Von 29. Oktober bis 1. November will Dachauer Oberbürgermeister Peter Bürgel nach Rosch Ha-Ajin reisen und mit seinem israelischen Kollegen erste gemeinsame Vorhaben besprechen. In der Kreisstadt vor den Toren Münchens hatten die Nazis im März 1933 das erste deutsche Konzentrationslager errichtet. Bis zur Befreiung durch amerikanische Truppen im April 1945 wurden hier mehr als 43.000 Menschen ermordet. Die meisten Opfer waren Juden. Angesichts der historischen Vorbelastung hat das Projekt in Israel auch Kritik ausgelöst.
dpa/zu

Stählerne Kameraden

Die israelische Armee weitet den Einsatz unbemannten Kriegsgeräts aus. Die seit langem bekannten Aufklärungs- und Angriffsdrohen bekommen zunehmend neue „Kameraden“. Gegenwärtig ist die Indienststellung unbemannter Patrouillenboote des von der israelischen Rüstungsfirma Rafael entwickelten Typs Protector in Vorbereitung. Das seegestützte Kampfsystem wurde während der Militäroperation in Gasa erfolgreich erprobt. Ein weiteres Projekt ist die Einführung vollautomatischer Feldaufklärungshubschrauber. Schließlich ist der Einsatz von Transportrobotern für den Kriegsschauplatz in Vorbereitung. Die Aufklärungs- und Kampfautomaten mindern die Gefährdung eigener Soldaten und können nicht nur bei traditioneller Kampfführung, sondern auch bei der Terrorismusabwehr eingesetzt werden. Die israelischen High-Tech-Maschinen sind potenziell auch für westliche Streitkräfte von Interesse, die an Einsatzorten wie Afghanistan oder dem Irak in einen „asymmetrischen Krieg“ gegen Terrororganisationen verwickelt sind.
zu