24.09.2009

Jüdische Gemeinde ehrt Gunter Demnig

Düsseldorf – Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf hat am Mittwoch den Kölner Künstler Günter Demnig mit der Josef-Neuberger-Medaille geehrt. Mit seiner „Stolperstein“-Aktion, die an ermordete Jüdinnen und Juden erinnere, habe sich der Aktionskünstler um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht. Demnigs Pflasterstein große Bronzeplaketten, die in den Bürgerstein vor Hauseingängen eingelassen werden, sollen an ehemaligen Bewohner dieser Häuser erinnern, die deportiert und ermordet wurden. Die Aktion ist nicht unumstritten innerhalb der jüdischen Gemeinschaft und auch des Zentralrats der Juden in Deutschland. Trotzdem ist die künstlerische Privatinitiative sehr erfolgreich. Inzwischen hat der Gunter Demnig 20.400 bronzene „Stolpersteine“ im gesamten Bundesgebiet aber auch im Ausland verlegt. Die Aktion wird durch private Spender getragen, die als Paten die „Stolpersteine“ mit den Namen, Geburtsdaten und dem Schicksal der betreffenden Personen finanzieren. Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ehrt seit 1991 mit der Josef-Neuberger-Medaille nicht-jüdische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich um die jüdische Gemeinschaft verdient gemacht haben. Unter den Preisträgern sind die früheren Bundespräsidenten Johannes Rau (SPD) und Roman Herzog (CDU) und im vergangenen Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). (24.09.2009)