9. Jahrgang Nr. 9 / 25. September 2009 – 7. Tischri 5770

Nachrichten

Keine Umbenennung

Bei einer Sitzung am 13. September 2009 hat das Direktorium des Zentralrats der Juden in Deutschland durch einen Beschluss klargestellt, dass es weder beabsichtigt war noch auf absehbare Zeit beabsichtigt ist, den Namen des Zentralrats zu verändern. Damit nahm das Direktorium zu Berichten Stellung, denen zufolge eine Namensänderung zumindest zur Debatte stehe.
Bei der Direktoriumssitzung war auch der Botschafter der Russischen Föderation in Deutschland, Vladimir Kotenev, als Gast anwesend. Kotenev berichtete über die russische Außenpolitik mit Blick auf den Iran und auf Israel und betonte, dass Russland kein Interesse an einem nuklear bewaffneten Iran habe. Gleichwohl stehe dem Iran ein Recht auf friedliche Nutzung der Kernenergie zu. Der Botschafter ging auf den Kampf gegen den Antisemitismus ein, an dem sich Russland auch international beteiligt. Er brachte den russischen Wunsch nach enger Zusammenarbeit mit dem Zentralrat zum Ausdruck. Ferner würdigte Kotenev die Rolle, die jüdische Soldaten in der Roten Armee gespielt haben.
zu

Ehrung zurückgegeben

Arno Hamburger, Erster Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg hat seine beiden Bundesverdienstkreuze zurückgegebene. Hamburger sandte die Auszeichnungen an den Bundespräsidenten, Horst Köhler, zurück. Seinen Schritt begründete der prominente jüdische Amtsträger mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die heute in Tübingen lebende Anti-Israel-Propagandistin Felicia Langer. Der Orden, so Hamburger, sei Langer trotz seiner Proteste zuerkannt worden. Er aber könne und wolle nicht die gleiche Auszeichnung wie Langer tragen. In einer Antwort an Hamburger bedauerte das Bundespräsidialamt die „Verwerfungen“, die die Affäre mit sich gebracht hat. Eine eindeutige Distanzierung von der Ordenverleihung an Langer ging damit jedoch nicht einher. Die ehemalige israelische Anwältin und Kaderkommunistin Langer wanderte im Jahre 1990 aus Israel nach Deutschland aus, wo sie durch ihre Israelfeindlichkeit auffällt.
zu