9. Jahrgang Nr. 9 / 25. September 2009 – 7. Tischri 5770

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums von Rabbiner Dr. Joel Berger

APOKRYPHE SCHRIFTEN (Griechisch)

So nennen wir jene Schriften, die von den Rabbinen nicht in unsere heilige Schriftensammlung (Tenach) aufgenommen worden waren. Dazu gehören u.a. die Bücher der Makkabäer, Judit, Chanoch, Tobit und Ben-Sira. Die katholische Bibel hat die Apokryphen aufgenommen. Die protestantische Bibel dagegen, nicht.

ARAMÄISCH

Klassische, semitische, mit dem Hebräischen verwandte Sprache. Die Alltagssprache der talmudischen Zeit. Bis heute werden die Heiratsurkunden (Ketuba) und die Scheidungsbriefe ( Get) auf Aramäisch geschrieben. Einige Abschnitte des Tenach, wie auch einige unserer Gebete im Siddur, wie z.B. das Kaddisch, sind auf Aramäisch verfasst.

ARAWA (Hebräisch) Mehrzahl: Arawot.

Bachweidenzweige im Feststrauß (Arba Minim) zum Sukkot- (Laubhütten) Fest. Der Strauß wird während der Festtage, außer am Schabbat in der Synagoge verwendet, aufgrund des Gebotes der Tora. (3.B.M. 23:40)