9. Jahrgang Nr. 7 / 24. Juli 2009 – 3. Aw 5769

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums von Rabbiner Dr. Joel Berger

ALEF-BET (Hebräisch)

Das hebräische Alphabet. Wird nach dem ersten Buchstaben „Alef“ und dem zweiten Buchstaben „Bet“ benannt. Es hat 22 Buchstaben und zusätzlich fünf Buchstaben, die man beim Schreiben am Ende eines Wortes benutzt. Diese Buchstaben sind alle Konsonanten. Die Vokalisation erfolgt durch die Punktierung unter beziehungsweise oberhalb der Konsonanten. In der modernen gedruckten Sprache – Zeitungen und Bücher - werden die Vokale nicht dargestellt. Demzufolge verlangt das Hebräische Lesen ein größeres Können und Erfahrung in der Sprache. Die hebräischen Buchstaben sind gleichzeitig Ziffern: Alef= 1; Bet= 2 u.s.w.

ALIJA (Hebräisch)

Aufzug, Aufgang. 1.) Einwanderung nach Israel, da nach unseren Vorstellungen das g-ttlich verheißene Land spirituell höher liegt, als der Rest der Welt. 2.) Aufruf zur Toravorlesung in der Synagoge.

ALMEMOR (Griechisch)

Toravorlesepult in der Mitte der aschkenasisch, gesetzestreuen Synagogen. Die liberalen Synagogen setzten den Almemor nach vorne, gegenüber dem ARON HAKODESCH ( siehe dort)

AMA (Hebräisch)

Altertümliches Längenmaß in unserem Schrifttum. Ein Ama entspricht 48 oder 68 cm (durchnittliche Ellenbogenlänge).

AM HA’ARETZ (Hebräisch)

wörtliche Bedeutung: Landvolk. Jedoch versteht man in der Welt des rabbinischen Judentums darunter ungelehrte, unwissende Juden, die die Gebote der Tora nicht kennen und daher auch nicht achten.