13.02.2005

Annäherung zwischen Spiegel und Lehmann

Zentralrats-Präsident Paul Spiegel und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, waren Ende Februar zu einem vertrauensvollen Gespräch in Mainz zusammengekommen. Hintergrund für das Zusammentreffen waren die Äußerungen von Papst Johannes Paul II., der in seinem neuen Buch die Opfer des Nazi-Regimes mit dem Vernichten von ungeborenem Leben durch Abtreibungen vergleicht. Beide Vertreter waren sich einig, dass die Singularität der Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Terrorregime nicht relativiert werden dürfe. Zudem bedarf es nach einer gemeinsam verfassten Erklärung “stets einer besonders sensiblen Sprache“, wenn der Holocaust im politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Reden aufgegriffen oder berührt werde. “Relativierungen darf es nicht geben“, betonte Spiegel und wies entschieden zurück, der Zentralrat sei in diesen Fragen zu empfindlich. “Wir können darüber nicht hinweggehen.“

genauer Wortlaut der Presseerklärung siehe auch
Pressemitteilung vom 25.2.2005