12.01.2005

Jüdische Gemeinde Brandenburg unterzeichnet Staatsvertrag

Im Januar ist der Staatsvertrag zwischen dem Land Brandenburg und der jüdischen Gemeinde Brandenburg unterzeichnet worden. Das Abkommen sieht jährliche Zuwendungen von 200 000 Euro durch das Land vor. „Ich begrüße zwar den Staatsvertrag, bezweifele aber, dass der vorgesehene Finanzrahmen groß genug ist“ machte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer, unmissverständlich seine Bedenken deutlich. Durch die Unterschrift seien weitere Verhandlungen über eine höhere finanzielle Unterstützung vorerst nicht mehr möglich. Der Staatsvertrag sieht vor, dass die Gemeinde künftig Einrichtungen wie Horte, Schulen oder Weiterbildungsstätten betreiben, Seelsorge in Heimen oder Krankenhäuser anbieten und angemessen am Rundfunk teil haben kann.„Dafür werden die finanziellen Mittel nicht ausreichen“, ist sich Kramer sicher und fürchtet, dass es dann in Brandenburg wieder im finanziellen Chaos enden wird, wie bereits im Jahre 2000.