9.Jahrgang Nr. 4 / 24. April 2009 - 30. Nissan 5769

Durban II: Knobloch begrüßt Absage

„Es ist ein mutiger Schritt der Bundesregierung, die Teilnahme an der Anti-Rassismus-Konferenz abzusagen und somit ein wirkliches Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus zu setzen“, sagte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch und begrüßte damit den Schritt der Bundesregierung, keine Delegation zur Anti-Rassismus-Konferenz Durban II nach Genf zu entsenden. Viel zu oft haben Länder wie der Iran, Libyen und Kuba diese Plattform der Vereinten Nationen für ihre eigene demokratiefeindliche Politik nützen dürfen, sagte sie weiter. Wir hoffen, dass bald auch andere EU-Staaten, neben den Niederlanden, Italien und Deutschland, den Mut von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier aufbringen werden. Wir hoffen auch, dass die Europäische Union in naher Zukunft mit einer einheitlichen außenpolitischen Stimme sprechen wird und Konferenzen, die nur ein Ziel verfolgen, nämlich den Staat Israel an den Pranger zu stellen, geschlossen ablehnen wird.“
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