9.Jahrgang Nr. 4 / 24. April 2009 - 30. Nissan 5769

Tödliche Medizin

Jüdisches Museum zeigt Sonder-Ausstellung über Rassenwahn der Nationalsozialisten

Unter dem Titel „Tödliche Medizin. Rassenwahn im Nationalsozialismus“ ist bis 19. Juli im Jüdischen Museum Berlin eine Sonderausstellung zu sehen. Sie beschäftigt sich mit den rund 300.000 Morden an geistig behinderten und psychisch kranken Menschen sowie 400.000 Zwangsterilisationen bis 1945, nachdem der NS-Staat bereits 1933 den Rassegedanken zum Leitmotiv seiner Gesundheits- und Bevölkerungspolitik erklärt hatte. Die Schau stellt zudem die ideologischen Vorläufer der nationalsozialistischen Rassenpolitik seit Mitte des 19. Jahrhunderts vor. Die Ausstellung wurde vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington erarbeitet. Sie war bereits im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (die Zukunft berichtete)zu sehen. Die erweiterte Berliner Fassung stellt auch Institutionen, Personen und Orte der Region vor, die mit den Massenmorden verbunden waren. Öffnungszeiten: Montag von 10 bis 22 Uhr, an den übrigen Tagen von 10 bis 20 Uhr, Lindenstraße 9 - 14, 10969 Berlin.
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