9. Jahrgang Nr. 2 / 27. Februar 2009 - 3. Adar 5769

Danke für die Thora!

Amerikanische Juden überraschen Rabbinerseminar und Leipziger Gemeinde mit großzügigem Geschenk

Es war ein Freudentag in Leipzig: Am 29. Januar hat die Israelitische Religionsgemeinde in Leipzig eine Torarolle aus den USA geschenkt bekommen. In einem fröhlichen Umzug mit lautem Gesang und Tanz wurde das kostbare Geschenk unter der Chuppa in die Synagoge an der Keilstraße getragen. Die neue Torarolle stammt ursprünglich aus Osteuropa, gelangte in die USA und wurde von einer Gruppe amerikanischer Juden aus Miami (Florida) jetzt restauriert und der Leipziger Gemeinde übergeben. An der feierlichen Zeremonie nahm neben den zahlreichen Gemeindemitgliedern die Delegation aus den USA teil. „Unsere Reise und das Geschenk sind allen Mitgliedern der Familie gewidmet, die im Holocaust umgekommen sind“, sagte Leonard Wien jr., Initiator der Spendenaktion. Auch der Leipziger Gemeindevorsitzende Küf Kaufmann dankte den neuen Freunden aus Amerika herzlich: „Wir danken für das wunderbare Geschenk, das uns zurück zu unseren Wurzeln führt. Die Tora von Miami wird in Leipzig leben und ihre Botschaft wird in unseren Häusern lebendig sein.“ Auch die Berliner Lauder-Jeschiwa hatte einen Grund zum Feier: Nur einen Tag nach Leipzig übergab die amerikanische Delegation eine Tora an das Jüdische Lehrhaus in Berlin-Wedding. Wie Rabbiner Josh Spinner versichert, wollen die Rabbinerstudenten der Jeschiwa mit der neuen Sefer Tora Gottesdienste in kleineren deutschen Gemeinden abhalten. „Juden auf der ganzen Welt sorgen dafür, dass jüdisches Leben in Berlin und Deutschland weiter wachsen kann“, freut sich Lala Süsskind, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde zu Berlin und Mitglied des Präsidiums des Zentralrats der Juden in Deutschland.
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