8. Jahrgang Nr. 11 / 28. November 2008 - 1. Kislew 5769

Synagogen geweiht, Grundstein gelegt

Auf den Tag genau, 70 Jahre nach der Pogromnacht, fand in Lörrach am 9. November die feierliche Eröffnung des neuen Gemeindezentrums statt. Der moderne Würfelbau aus Glas und Beton liegt in der Innenstadt und beherbergt einen Gemeinde- und einen Betsaal, Büros, zwei koschere Küchen und eine Mikwe. Den Großteil der Baukosten in Höhe von 1,5 Millionen trug der Oberrat der Israeliten Badens, die Stadt Lörrach stellte den Bauplatz zur Verfügung. Das Land Baden-Württemberg beteiligte sich mit Zuschüssen. Ministerpräsident Günther Oettinger spendete eine Tora.
In Göttingen wurde auf dem Gelände des jüdischen Gemeindezentrums die Bodenfelder Synagoge neu geweiht. Das kleine Fachwerkhaus, etwa 1825 erbaut, war nach Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus dem Dorf nahe bei Göttingen jahrzehntelang als Scheune benutzt worden. Es stand kurz vor dem Verfall, als die Jüdische Gemeinde Göttingen das Gebäude entdeckte und vor zehn Jahren mit seiner Rettung begann. Rund 500.000 Euro kosteten Erhalt und Umsetzung in die Universitätsstadt.
Ebenfalls am 9. November wurde auch der Grundstein für eine neue Synagoge in Speyer gelegt. Die rund 2,5 Millionen Euro Baukosten werden vom Land Rheinland-Pfalz, der Stadt Speyer und der Jüdischen Kultusgemeinde getragen.
Und in Mainz wurde schließlich am 23. November der Grundstein für den Neubau einer Synagoge gelegt.
hud