19.03.2004

Zentralrat der Juden erwirkt einstweilige Verfügung gegen Peta-Kampagne

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Paul Spiegel, der Vizepräsident Dr. Salomon Korn und die Vizepräsidentin Charlotte Knobloch haben gestern eine einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung der Plakate der Ausstellung „Holocaust auf deinem Teller“ der Tierschutzorganisation Peta erwirkt. Bei Zuwiderhandlung droht Peta ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro.
Der Organisation wird damit ab Zustellungszeitpunkt untersagt, die Bilder der Ausstellung, welche Opfer des Holocaust in direkter Gegenüberstellung mit Tieren vergleichen, in jeglicher Form zu veröffentlichen, sei es durch Plakate, Handzettel, Internet oder andere Medien. Sollte Peta das Verbot missachten wird der Zentralrat der Juden in jedem Fall ein Ordnungsgeld beantragen.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Paul Spiegel, hatte bereits im letzten Jahr in einem Antwortbrief an die Organisation Peta in den USA und in öffentlichen Stellungnahmen die in Amerika bereits durchgeführte Kampagne als menschenverachtend und als eine Beleidigung aller Opfer des Holocaust bezeichnet, die für diese Kampagne missbraucht werden. Er hat darüber hinaus rechtliche Schritte angekündigt, sollte die Organisation wie geplant ihre abstoßende und den Holocaust verharmlosende Kampagne in Deutschland durchführen.