8. Jahrgang Nr. 10 / 31. Oktober 2008 - 2. Cheschvan 5769

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Wettbewerb für Jüdisches Museum in Fürth entschieden

In Fürth (Bayern) soll das 1622 errichtete Jüdische Museum Franken, das direkt dem Rathaus gegenüber steht, einen Neubau bekommen. Der dafür von der Kulturstiftung Fürth ausgelobte Wettbewerb wurde im Sommer entschieden: Unter 30 abgegebenen Arbeiten wurde der Entwurf von Christoph Gatz (Bamberg), Martin Kuntz und Ulrich Manz (Würzburg) mit dem ersten Preis ausgezeichnet - eine Arbeit, die laut Jury"zeigt, wie zeitgenössische Architektur einen historischen Stadtgrundriss aufnehmen, vollenden und gerade so die ästhetischen Qualitäten des Neubaus im Stadtraum erlebbar machen kann". Der dreigeschossige Neubau, der auf dem benachbarten Helmplatz, der bisher als Parkplatz genutzt wurde, gebaut werden soll, nimmt die Gebäudeflucht der angrenzenden Häuser auf und soll sich mit einer schmalen Fuge vom Altbau absetzten. Von außen korrespondiert der Natursteinbau mit der steinernen Fassade des Fachwerkbaus. Inhaltlich ist geplant, dass die bisherige Dauerausstellung im Altbau bleiben und der Neubau für Wechselausstellungen reserviert sein soll. Beide Gebäude sind durch ein helles Foyer miteinander verbunden. Auf den fast 1000 Quadratmetern des Neubaus sollen aber neben neuen Ausstellungsflächen auch Büros und Seminarrräume entstehen. Die Kulturstiftung möchte so eine neue Zusammenarbeit zwischen Museumsbetrieb und Wissenschaft ermöglichen. Der zweieinhalb Millionen Euro teure Bau soll Ende 2010 eröffnet werden.
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