08.01.2004

Antisemitismus-Seminar der EU-Kommission / Konflikt mit jüdischen Organisationen

Zuversichtlich reagierte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, auf die Nachricht aus Brüssel, dass die beabsichtigte Antisemitismuskonferenz nun doch wieder stattfinden könnte. „In einer Situation des in der Gewaltbereitschaft stetig steigenden Antisemitismus ist die Kooperation wichtiger als die Konfrontation.“ „Gleichwohl,“ so Spiegel weiter, „hat es einige Vorkommnisse in den letzten Monaten gegeben, die zu erheblichem Befremden Anlass geben. Dies kann schnell zu dauerhaften Konfrontationen führen, die wir nötigenfalls auch durchkämpfen werden.“
Hierzu gehören unter anderem die von der Wiener EUMC in Auftrag gegebene und zunächst unterdrückte Antisemitismusstudie wie auch die unkontrollierte Finanzierung fragwürdiger palästinensischer Projekte. „Es gibt einigen Gesprächs- und Klärungsbedarf,“ so Spiegel, „und dafür ist die Konferenz eine wichtige Gelegenheit um sachlich und mit dem gebotenen Ernst nach einer Verständigung und gemeinsamen Initiativen zu suchen.“