8. Jahrgang Nr. 8 / 29. August 2008 - 28. Av 5768

Nachrichten

Ausstellung über NS-Kunstraub im Jüdischen Museum Berlin

Eine Sonderausstellung über «Raub und Restitution. Kulturgut aus jüdischem Besitz von 1933 bis heute» ist ab 19.September im Jüdischen Museum Berlin zu sehen. Sie informiert über den europaweiten «Raubzug» der Nationalsozialisten und seine Folgen. Noch immer werden tausende Werke vermisst, die den Juden zwischen 1933 und 1945 weggenommen wurden. Im Mittelpunkt der Schau stehen der Weg einzelner Kunstgegenstände – Gemälde, Bibliotheken, Porzellan, Silber und Fotos - sowie die Schicksale ihrer Eigentümer. Zu den geraubten Schätzen, deren Weg die Ausstellung verfolgt, zählen die Porzellan- und Büchersammlung der Dresdner Familie von Klemperer oder die Judaica-Sammlung des Frankfurter Kaufmanns Sigmund Nauheim. Dokumentiert werden auch die Beschlagnahmung zweier Gemälde von Egon Schiele in New York, die Rückgabe und Versteigerung der «Goldenen Adele» von Gustav Klimt und der Fall des Gemäldes «Berliner Straßenszene» von Ernst Ludwig Kirchner. Nutznießer des Raubzugs in ganz Europa waren nach dem Krieg neben Privatsammlern auch Museen und der Kunsthandel. Die Ausstellung ist bis 25. Januar 2009 in Berlin und anschließend in Frankfurt/Main zu sehen.

Jüdische Kulturtage Überlingen

Vom 4. bis 7. September laden 15 Veranstaltungen zu den „1. Jüdischen Kulturtagen Überlingen“ am Bodensee ein. Die Programme werden sich mit den Aspekten Religion, Geschichte, Israel heute, Kunst, Literatur, Film und Kulinarischem beschäftigen. In vier Veranstaltungen mit geistlicher und weltlicher Musik konzentrieren sich die Überlinger Kulturtage schwerpunktmäßig auf „Jüdische Musik“.