8. Jahrgang Nr. 7 / 25. Juli 2008 - 22. Tamus 5768

Antiisraelische Parolen

Eine Konferenz in Berlin zum Thema Raketenabwehr Ende Juni war Plattform für antiisraelische Parolen. Als Stargast der „Dritten Transatlantischen Konferenz der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung" war der ehemalige iranische Vizeaußenminister Mohammed Dschawad Ardaschir Laridschani geladen, Bruder des früheren Atomunterhändlers und heutigen iranischen Parlamentssprechers Ali. Laridschani nutzte das Forum, um klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen, was er von Israel hält: "Der zionistische Plan ist schrecklich gescheitert und hat nichts als fürchterliche Schäden in der Region verursacht." Entsprechend heftig fiel die Reaktion des Zentralrats der Juden in Deutschland aus: „Antiisraelische Äußerungen und die erneute Leugnung des Holocausts auf einer mit deutschen Steuergeldern, von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Auswärtigem Amt, SPD und EKD geförderten und in Berlin ausgerichteten Konferenz, stellen im 70. Jahr der Erinnerung an die Reichspogromnacht die regierungsamtlichen Solidaritätsbekundungen mit Israel in Frage", so der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer. Er warf der Bundesregierung vor, das Mullahregime zu hofieren, indem sie ihm unkritische Plattformen geboten habe, seine menschenverachtende Propaganda und Hetze zu verbreiten.
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