01.07.2008

Antisemitismus pur: Sportwissenschaftler Arnd Krüger behauptet israelische Attentatsopfer seien 1972 freiwillig gestorben

Die Äußerungen des Göttinger Sportwissenschaftlers Arnd Krüger, wonach die 1972 beim Olympia-Attentat getöteten israelischen Athleten freiwillig gestorben seien, um die Schuld Deutschlands gegenüber dem Staat Israel zu verlängern, sind „Antisemitismus pur" so der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann.

„Selbst wenn die Äußerungen Krügers durch die Meinungsfreiheit gedeckt sein sollten, so sind das Schweigen und die bisherigen Beschwichtigungsversuche der Leitung der Universität Göttingen und der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (DVS) mindestens ebenso skandalös wie Krügers Aussagen selbst", meint Graumann.

„Die in seinem Vortrag konstruierten Zusammenhänge, wonach zwischen dem angeblichen Opfergang sowie einem unterschiedlichen Körperverständnis, dass in Israel herrsche, denn dort versuche beispielsweise die Jüdische Kultur Leben mit Behinderung massiv zu verhindern, eine Verbindung bestehe, überschreitet die Meinungsfreiheit und grenzt an Volksverhetzung. Hier sind Konsequenzen längst überfällig.", sagt Dr. Dieter Graumann.

Berlin/Frankfurt/Main, den 1. Juli 2008