8. Jahrgang Nr. 6 / 27. Juni 2008 - 24. Siwan 5768

Ministerpräsident besuchte Israel

„Israelis und Palästinenser setzen große Hoffnungen in Deutschland", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zum Abschluss seiner viertägigen Nahost-Reise Anfang des Monats. Viele von Deutschland und Nordrhein-Westfalen (NRW) geförderten Projekte gäben jungen Menschen neue Möglichkeiten für die Zukunft. Zugleich kündigte der Ministerpräsident weitere Hilfe beim Aufbau der Infrastruktur in den palästinensischen Gebieten an. Im Rahmen der Reise erinnerte der Ministerpräsident an den verstorbenen Zentralrats-Präsidenten, Paul Spiegel sel.A. «Paul Spiegel war ein Mittler für den Frieden und gegen Gewalt», sagte Rüttgers bei einer Feierstunde im Negev. «Das ist sein Erbe, sein Auftrag an uns», Spiegel habe dafür gewirkt, dass der Holocaust «nicht vergessen werden darf», zugleich sei Spiegel aber immer für die Aussöhnung eingetreten. Auch im Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern habe er sich für Verständigung eingesetzt. Rüttgers enthüllte eine Erinnerungstafel für den Paul-Spiegel-Hain im sogenannten Wald deutscher Länder.

Während seiner Reise hatte Rüttgers unter anderem verschiedene Bildungseinrichtungen, die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem und den Ölberg besucht. Darüberhinaus wurde er mit der Ehrenprofessorenwürde des Jacob-Blaustein- Instituts der Ben-Gurion-Universität Beer-Sheva ausgezeichnet. Dort werden mit Hilfe aus Nordrhein-Westfalen auch Studenten aus arabischen Ländern ausgebildet. Gemeinsame wissenschaftliche Forschung könne zum Frieden im Nahen Osten beitragen, sagte Rüttgers. Außerdem besuchte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, der auch 1. Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland e.V. ist, die Jerusalemer Stiftung. Neben Gesprächen mit Stiftungspräsidentin Ruth Cheshin stand die Besichtigung von drei Projekten der Jerusalem Foundation auf der Tagesordnung.

Ein Anliegen der Reise war, die Bildungs-Partnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und Israel zu stärken. Zudem wurden die besonderen Probleme von Christen im Heiligen Land thematisiert.

dpa/zu