4. Jahrgang Nr. 11 / 26. November 2004 - 13. Kislev 5765

Grundsteinlegung für neue Synagoge

66 Jahre nach der Reichspogromnacht hat der Zentralrats-Präsident Paul Spiegel am 9. November den Grundstein für eine neue Synagoge in Gelsenkirchen gelegt. Bei der Feierstunde sagte Spiegel, die Synagoge soll ein Symbol der Hoffnung für die Gemeinde und ihre 450 Mitglieder werden. Viele Juden fühlten sich weiterhin vom Rechtsextremismus bedroht.

Die Synagoge und das dazugehörige Gemeindezentrum werden an der Gildenstraße errichtet und frühestens in einem Jahr fertig gestellt sein. Sie werden an jener Stelle gebaut, an der die Nationalsozialisten am 9. November 1938 die alte Synagoge in Brand gesteckt und zerstört hatten. Mit der Grundsteinlegung für das etwa 5,2 Millionen teure Bauprojekt setzt die Stadt Gelsenkirchen in einer gemeinsamen Initiative mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der jüdischen Gemeinde ein zukunftsweisendes Zeichen. Jüdisches Leben soll in Gelsenkirchen wieder fester Bestandteil des kulturellen und sozialen Lebens dieser Stadt werden.
dpa/zu