8. Jahrgang Nr. 5 / 30. Mai 2008 - 25. Ijar 5768

Die Aktion Sühnezeichen feierte in Berlin ihr 50-jähriges Bestehen

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, lobte die Arbeit von Aktion Sühnezeichen als „wichtigen Eckstein" in den deutsch-israelischen Beziehungen. Die Arbeit sei aber „nicht beendet. „Nach wie vor werden in Deutschland jüdische Friedhöfe geschändet, der Antisemitismus ist nicht tot." Knobloch, sprach sich erneut für ein Verbot der rechtsextremistischen NPD aus. Bundespräsident Horst Köhler würdigte die Arbeit des Freiwilligendienstes als Werk der Versöhnung und des Friedens. «Was als Programm der Sühne und mit der Bitte um Vergebung begann, ist inzwischen zur internationalen Friedensarbeit geworden», sagte Köhler.

Die Aktion Sühnezeichen wurde 1958 auf einer Synode der EKD gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, "konkret" und "zeichenhaft" Verantwortung zu übernehmen für den Mord an Millionen Juden und das Leiden, das die Deutschen im Zweiten Weltkrieg über die Völker Europas gebracht haben. Seit den Anfängen haben rund 10.000 junge Menschen an Arbeitseinsätzen im In- und Ausland teilgenommen. Einsatzorte sind unter anderem KZ-Gedenkstätten, die Begleitung von Holocaust-Überlebenden und die Mitarbeit an Antirassismus-Projekten.

epd/AP/zu