4. Jahrgang Nr. 11 / 26. November 2004 - 13. Kislev 5765

Nachrichten

Toleranzpreis für Johannes Rau und Michael Otto

Altbundespräsident Johannes Rau ist mit dem Toleranz-Preis des Jüdischen Museums Berlin ausgezeichnet worden. In seiner Laudatio würdigte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) Rau als Mahner für ein friedliches Zusammenleben von Deutschen und Ausländern. Ausgezeichnet wurde auch der Unternehmer Michael Otto. Professor Dr. Kurt Biedenkopf, ehemaliger Ministerpräsident von Sachsen, würdigte die Verdienste des Unternehmers für eine umweltbewusste und auf Toleranz gegründete Unternehmenskultur.

Der »Preis für Verständigung und Toleranz des Jüdischen Museums Berlin« wurde 2002 erstmals vergeben. Die damaligen Preisträger waren Professor Dr. h.c. Berthold Beitz und Dr. Heinrich v. Pierer, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Im vergangenen November wurden Otto Schily und Friede Springer mit dem Preis geehrt.
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Synagogengemeinde bekommt staatliche Mittel

Die Synagogengemeinde zu Halle hat nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Magdeburg Anspruch auf staatliche Leistungen aus dem Staatsvertrag mit dem Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt. In der jüdischen Gemeinschaft sei die Synagogengemeinde anerkannt, weil sie 1999 in die Dachorganisation „Union progressiver Juden“ aufgenommen worden war und somit bei der Vergabe der staatlichen Mittel berücksichtigt werden müsse.
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Drei Musikensembles präsentieren sich im Dezember

Mit drei Veranstaltungen rechtzeitig zum Channuka-Fest klingt das Kulturprogramm für dieses Jahr aus. Noch einmal präsentiert das klassische Trio um Arutjun Kotschinian sein vielfältiges Programm jüdischer Komponisten. Der leichteren Muse wendet sich Efim Katsirov in seiner Unterhaltungs-Show „Operette – Mein Leben“ zu. Und gleich zweimal stehen Tirzah Haase und Armine Ghuloyan

Mit ihren Chansons aus den Zwanziger und Dreißiger Jahren auf der Bühne.