8. Jahrgang Nr. 4 / 25. April 2008 - 20. Nissan 5768

Dani Karavan-Retrospektive in Berlin

Erstmals ist in Deutschland dem israelischen Künstler Dani Karavan eine große Retrospektive gewidmet. Die Ausstellung wird im Berliner Martin-Gropius-Bau gezeigt und war zuvor im Tel Aviv Museum of Art zu sehen. Das Besondere der künstlerischen Arbeit von Dani Karavan ist es, Stadt- und Landschaftsräume auf neue und bemerkenswerte Weise erfahrbar und erlebbar zu machen. Er entwickelt mit seinen komplexen Arbeiten vielfältige gesellschaftliche, historische und politische Bezüge und schafft neue sinnliche und kommunikative Erfahrungsräume. In diesem Prozess spielt der intensive Dialog zwischen Mensch, Natur und Kunst eine entscheidende Rolle. Dani Karavan wurde 1930 in Tel Aviv geboren und studierte in Tel Aviv und Jerusalem an der berühmten Bezalel Academy of Arts. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 ist Deutschland für Dani Karavan zu einem der wichtigsten Orte seiner künstlerischen Arbeit geworden, denn hier entstanden eine ganze Reihe bedeutender Werke für den öffentlichen Raum, die in Köln, Nürnberg, Gelsenkirchen und Berlin zu sehen sind. Sein wohl bekanntestes künstlerisches Werk ist die 24 Meter breite Rückwand des Plenarsaales der Knesset in Jerusalem, das er 1965-66 unter dem Titel «Beten für den Frieden in Jerusalem» entworfen hat. Die großen Environments im öffentlichen Raum werden durch Modelle, Fotografien und beeindruckende Filme dokumentiert. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Juni zu sehen. Infos: berlinerfestspiele.de