08.04.2008

Grundstein für Neubau der Hochschule für Jüdische Studien gelegt


Heidelberg – Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger hat Anfang April den Grundstein für den Neubau der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg gelegt. An dem symbolischen Akt nahmen auch Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch und Vizepräsident Salomon Korn, Vorsitzender des Kuratoriums der Hochschule, teil. Mit dem Bau werde Geschichte geschrieben, der Neubau verbinde „die Tradition jüdischen Lernens und Lehrens mit der Zukunft - auch baulich", sagte die Zentralratspräsidentin nach Informationen des Badisches Tagblatt. Knoblochs Stellvertreter Salomon Korn bezeichnete den Grundstein als symbolisches Fundament eines geistigen Gebäudes, das der Entwicklung und Festigung einer erneuerten deutsch-jüdischen Kultur dienen solle. Der Rektor der Hochschule, Alfred Bodenheimer, betonte die Bedeutung des Bauprojekts. „Ein eigenes Haus für staatlich anerkannte universitäre Forschung über das Judentum hat es in Deutschland bisher nie gegeben." Ende 2009 soll der Bau fertiggestellt sein, der auch dem Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland Platz bieten wird. 4,5 Millionen Euro der geschätzten Baukosten werden zu je einem Drittel vom Bund, dem Land Württemberg und dem Zentralrat der Juden getragen. Weitere 1,5 Millionen Euro sollen durch Spenden aufgebracht werden. (05.04.2008)