27.03.2008

Antisemitische Beschimpfungen sind auf Fußballplätzen an der Tagesordnung

Berlin – Auf Fußballplätzen sind antisemitische Beschimpfungen gang und gäbe. Es gebe kein Wochenende, an dem jüdische Fußballspieler beleidigt würden, sagte der Vorsitzende des Berliner Sportvereins TuS Makkabi, Tuvia Schlesinger, in einem Interview mit der in der Schweiz erscheinenden „Die Wochenzeitung". Immer wieder müssten sich Makkabi-Spieler von Zuschauern, aber auch von Mitgliedern gegnerischer Mannschaften als „Scheißjuden" beschimpfen lassen. „Es vergeht kein Tag, an dem nicht einer unserer Spieler antisemitisch beschimpft wird. Derzeit herrscht eine Stimmung gegen uns, die ist nahezu unerträglich", sagte Schlesinger der Wochenzeitung. Zwar hätten die Sportverbände einiges getan, um antisemitische oder ausländerfeindliche Kommentare zu unterbinden, aber noch immer würden die Maßnahmen nicht genug greifen. Es entstehe vielmehr der Eindruck, dass solche Angriffe geduldet würden. Aber auch Spieler arabischer und palästinensischer Vereine müssten sich diskriminierende und beleidigende Äußerungen gefallen lassen. (27.03.2008)