20.03.2008

Zentralrat geht gerichtlich gegen Antisemitismus im Internet vor

Hamburg – Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat bei einem Hamburger Gericht eine einstweilige Verfügung gegen Google beantragt. Der Konzern mache sich über sein Internetforum Youtube zum „Mittäter an Rassenhass und Diskriminierung", begründete Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats, den Schritt. „Solange das Unternehmen nicht erkennen ließe, dass es sich ernsthaft bemühe, rechtsextremistische und antisemitische Inhalte zu entfernen und nicht nur Ausreden liefere, solange werde er diese Behauptung aufrecht erhalten, so Stephan Kramer gegenüber de.internet.com. „Die rechte Szene nutzt Youtube massiv als Plattform", erklärte er und warf den Betreiber des Portals vor, nicht wirksam dagegen vorzugehen. Als Beispiel verwies Kramer auf einen Videofilm, der monatelang über Youtube abrufbar war. Im Hintergrund zeigt er Hakenkreuze; im Vordergrund, wie ein Foto des verstorbenen Zentralratspräsidenten Paul Spiegel verbrannt wird. (20.03.2008)