4. Jahrgang Nr. 10 / 29. Okotober 2004 - 14. Cheschwan 5765

Neue Synagogen in Gelsenkirchen und Bochum

Die jüdische Gemeinde in Gelsenkirchen mit rund 600 Mitgliedern erhält eine neue Synagoge mit Gemeindezentrum an historischer Stelle in der Gildenstraße. Zur Grundsteinlegung am 9. November 2004 wird Paul Spiegel erwartet. Der Neubau entsteht im Stadtteil Buer, wo 1885 das erste jüdische Gotteshaus der Stadt errichtet worden war. Nachdem sie vor 66 Jahren niedergebrannt wurde, gab es in der Stadt Gelsenkirchen keine Synagoge mehr. Die örtliche Gemeinde, die Stadt und das Land Nordrhein-Westfalen tragen jeweils ein Drittel der 5,2 Millionen Euro Baukosten.

Auch in Bochum wird eine neue Synagoge geplant und dafür derzeit ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Die Stadt Bochum hat für den Neubau ein 4300 Quadratmeter großes Grundstück am Rand der Innenstadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde sucht einen "unverwechselbaren Entwurf“ für den Andachtssaal mit Gemeindezentrum. Die Jüdische Gemeinde Bochum, die auch Herne und Hattingen betreut, zählt rund 1100 Mitglieder. Eine Jury kürt im Februar 2005 die besten Entwürfe. Dafür stehen Preisgelder von 28.300 Euro zur Verfügung. Die neue Synagoge in Bochum soll etwa sieben Millionen Euro kosten und 2008 eingeweiht werden.
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