„Grundsätzlich und ohne Einschränkung begrüßt der Zentralrat die Planungen des Bundesverteidigungsministers Jung, für die SoldatInnen der Bundeswehr einen Orden für besondere Tapferkeit vorzuschlagen. Die SoldatInnen der Bundeswehr, als demokratischer Parlamentsarmee, haben die Möglichkeit einer solchen Ehrung ohne jeden Zweifel verdient und es ist an der Zeit, wenn nicht längst überfällig, hier einen angemessenen Orden vorzusehen", so der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan J. Kramer.
„Erwägungen allerdings, an die Tradition des „Eisernen Kreuzes" anzuknüpfen, müssen jedoch mit aller Deutlichkeit zurückgewiesen werden. Mit dem „Eisernen Kreuz", als möglicher Tapferkeitsmedaille für die Bundeswehr, wie es von einigen Personen, darunter auch dem Generalinspekteur Schneiderhan, diskutiert wird, wird an eine unselige Tradition angeknüpft, die während des Nationalsozialismus zum größten Menschheitsverbrechen geführt hat", kritisiert Stephan Kramer.
„Die Traditionen, die mit dem Eisernen Kreuz auch und gerade während des Nationalsozialismus assoziiert wurden, sind nicht die Traditionen der Deutschen Bundeswehr und es wäre fatal, wenn hier aus falschem Traditionsverständnis eine Verbindung hergestellt würde", betont Kramer.
Berlin, den 06. März 2008
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