29.02.2008

Bundeskanzlerin besucht das Jüdische Zentrum in München

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Besuch des Jüdischen Gemeindezentrums in München am 28. Februar zur Bekämpfung des Antisemitismus aufgerufen. Es sei eine „gesellschaftliche Aufgabe", antisemitische Tendenzen zu überwinden, betonte die Kanzlerin. „Da darf niemand weggucken, da gibt es keine Toleranz". Begrüßt wurde die Bundeskanzlerin von der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland und Präsidentin des Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch sowie dem Gemeindevorstand. Die IKG-Präsidentin führte Angela Merkel durch das im November 2006 feierlich eröffnete Jüdische Zentrum Jakobsplatz mit der neuen Hauptsynagoge „Ohel Jakob", dem Gemeindehaus und dem Jüdischen Museum.

Der Besuch Merkels sei ein wichtiges Zeichen, „so was habe es in der Vergangenheit noch nie gegeben", sagte IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch. Nach dem Besuch der Hauptsynagoge zeigte sich die Kanzlerin tief beeindruckt. „Es wird mir ein unvergesslicher Tag sein." Nach dem Rundgang traf Merkel mit dem Gemeindevorstand und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen. Applaus ernte die Kanzlerin, als sie die Integrationshelfer auf Russisch begrüßte. Sie forderte die Zuwanderer jedoch auf, Deutsch zu lernen, um ihre Integrationschancen zu verbessern und die Bildungsangebote zu nutzen. Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch zeigte sich sehr zufrieden mit dem Besuch. Für die Integrationshelfer sei Merkels Besuch eine großartige Belohnung für ihre Tätigkeit gewesen, sagte Knobloch.