29.02.2008

Land gibt 600.000 Euro für Synagogenneubau

Der Neubau der Synagoge in Schwerin wird vom Land Mecklenburg-Vorpommern mit 600 000 Euro unterstützt. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Bildungsminister Henry Tesch in einer Feierstunde dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden MV, Valerij Bunimov, überreicht. Dies sei ein wunderschöner Tag, dankte Bunimov der Landesregierung für die Unterstützung. „Wir sind unserem Traum wieder einen Schritt näher gekommen". Der Neubau habe historische Bedeutung, betonte Landesrabbiner William Wolff. An den Baukosten beteiligen sich neben der Stadt auch die jüdische Gemeinde und der Förderverein.

Das jüdische Gotteshaus soll zum Jahresende anlässlich des 70. Jahrestages zur Reichspogromnacht an historischer Stätte am Schlachtermarkt eingeweiht werden. Dort war 1773 die erste Schweriner Synagoge erbaut worden. Nach der Reichspogromnacht am 9. November 1938 mussten die Schweriner Juden ihre Synagoge eigenhändig bis auf die Grundmauern abtragen. Von einem Anzünden hatten die Nazis abgesehen, weil das Risiko eines Altstadtbrands angesichts der benachbarter Fachwerkhäuser zu groß gewesen wäre. Experten der Landesdenkmalpflege waren vor längerer Zeit auf Reste des Fundaments und Mosaikboden gestoßen. Sie sind für den Neubau gesichert worden.