4. Jahrgang Nr. 9 / 29. September 2004 - 14. Tischri 5765

Festgottesdienst in der neuen Synagoge in Rostock

Mit einem Festgottesdienst ist Anfang September die neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde in Rostock eingeweiht worden. Es sei ein Anlass, «das Wiedererwachen jüdischen Lebens in Rostock zu feiern», sagte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel. Die Zahl der Gemeindemitglieder wuchs durch den Zuzug der Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in den vergangenen Jahren auf mehr als 600 an. «Wir begehen die erste Einweihung einer Synagoge in unserem Land seit über einhundert Jahren», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff (SPD) nicht ohne Stolz. Das neue Gotteshaus, das in unmittelbarer Nähe der in der Pogromnacht zerstörten Synagoge liegt, bietet Platz für bis zu 200 Menschen. Die neue Synagoge ist an ein Gemeindezentrum angeschlossen, das derzeit noch gebaut wird. Für den aufwändigen Umbau und den Bau der Synagoge brachten die Stadt Rostock, das Land und Sponsoren knapp eine Million Euro auf.
dpa