7. Jahrgang Nr. 11 / 30. November 2007 - 20. Kislew 5768

Hohe Auszeichnung für Helmut Kohl

Das Jüdische Museum Berlin hat Altkanzler Helmut Kohl (CDU) und den deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern mit dem Preis für Verständigung und Toleranz geehrt. Es sei vor allem Kohl zu verdanken, dass die deutsch-jüdische Geschichte statt «einem unrühmlichen Ende einer hoffnungsvollen Zukunft entgegensieht», sagte der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Salomon Korn, am Samstagabend in seiner Laudatio vor rund 320 Gästen.

Gewürdigt wurden zudem die Verdienste von Kohl (77) um die deutsch-jüdische Verständigung. Kohl habe besonders die Zuwanderung von Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland gefördert, sagte Korn im neuen, von Daniel Libeskind gestalteten Glashof des Museums.

Die in Kohls Amtszeit gefundene Regelung für jüdische Flüchtlinge aus der Sowjetunion habe «entscheidend zur Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland beigetragen», betonte Korn. In den 1990er Jahren habe sich die Mitgliederzahl auf mehr als 100 000 Menschen verdreifacht.

Die undotierte Ehrung geht an Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise für die Förderung von Toleranz und Verständigung eingesetzt haben.
dpa/zu