7. Jahrgang Nr. 10 / 26. Oktober 2007 - 14. Cheshwan 5768

Nachrichten

Wald erinnert an Paul Spiegel sel. A.

In der Negev-Wüste im Süden Israels ist Mitte Oktober ein Wald zur Erinnerung an den verstorbenen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel sel.A., feierlich eingeweiht worden. Über ein Jahr nach dessen Tod ende April 2006 wurde eine Initiative umgesetzt, die unter anderem der Zentralrat der Juden, die jüdische Gemeinde Düsseldorf und der Jüdischen Nationalfonds (JNF) angeregt hatten. Die 10.000 Bäume wurden neben dem schon existierenden Wald der deutschen Länder – der bereits 400.000 Bäumen hat - gepflanzt.

Insgesamt waren für den Spiegel-Wald 50.000 Euro von Spendern jüdischer und nichtjüdischer Organisationen aus Deutschland zusammengekommen. An der Einweihungsfeier nahmen den Angaben zufolge der deutsche Botschafter in Israel, Harald Kindermann, Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch und JNF-Präsident Benjamin Bloch teil. "Es war eine sehr würdige Feier", sagte Gisela Spiegel, die mit ihren beiden Töchtern Leonie und Dina extra nach Israel gereist war. "Ich konnte Paul ganz nahe bei mir spüren, und ich bin sicher, er würde sich am liebsten selbst bei allen bedanken." Ein Wald in seinem geliebten Land kröne seinen jahrelangen Einsatz für Israel, so die Witwe Spiegels.
KNA/zu

Deutsche Bank-Stiftung unterstützt berufliche Integration junger jüdischer Zuwanderer

Die Deutsche Bank-Stiftung hat der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (ZWST) eine Förderung in Höhe von 45.000 Euro zugesagt. Mit diesem Geld kann die ZWST die bereits bestehenden beruflichen Orientierungsmaßnahmen intensivieren und ihre konkrete Unterstützung bei der beruflichen Qualifizierung der jungen Einwanderer verstärken. Das Pilotprojekt „Berufliche Qualifikation für Zuwanderer" der ZWST wendet sich an junge jüdische Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die eine Ausbildung anstreben. Die Integration der Zuwanderer in die jüdische Gemeinschaft ist ein zentrales Anliegen der ZWST und des Zentralrats der Juden. „Wir leisten mit dem Projekt einen wichtigen Beitrag, jungen Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion zu einem gelungenen Berufseinstieg zu verhelfen und sie bei der Verwirklichung ihrer Lebensperspektiven in Deutschland zu unterstützen. Denn sind immer noch viele Kinder eingewanderter Juden auf Hilfe bei der beruflichen Integration angewiesen", erklärt Direktor der ZWST Benjamin Bloch. Weitere Informationen: http://www.zwst.org/home/pdf/PM_Spende_Deutsche%20Bank_ZWST.pdf.

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