7. Jahrgang Nr. 9 / 28. September 2007 - 16. Tischri 5768

Zu Gast am Schwarzen Meer

Aus Anlass des Stadtjubiläums von Odessa sind der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer, und Präsidiumsmitglied Felix Beyelenkow Anfang September ans Schwarze Meer gereist. Dort haben sie Einrichtungen, der inzwischen auf über 12.000 Mitglieder angewachsenen Jüdischen Gemeinden, besucht. „Ich bin sehr beeindruckt von der Vielfalt des jüdischen Lebens und dem Engagement der Gemeindemitglieder. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, die uns aus der ukrainischen Metropole entgegen gebracht wurden, waren überwältigend", sagte Kramer nach seiner Rückkehr. Die Hafenstadt Odessa, deren Geschichte geprägt ist vom internationalen Handel und weltweiten wirtschaftlichen Beziehungen, präsentiert sich heute als eine moderne, multikuturelle und multireligiöse Großstadt.

Die kleine Delegation wurde von Bürgermeister Eduard Gurwiz zu einem intensiven Gedankenaustausch über künftige gemeinsame Projekte und kulturelle Austauschprogramm empfangen. Im Mittelpunkt des einstündigen Gesprächs standen Überlegungen über konkrete Zusammenarbeit der jüdischen Gemeinden in Deutschland und Odessa. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ein Teil der jüdischen Zuwanderer in Deutschland aus Odessa stammt, bekommt diese Idee eine besondere Bedeutung. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die jüdischen Gemeinden in Deutschland künftig Ferienlager für Jugendliche am Schwarzen Meer organisieren", so der Generalsekretär. Neben jüdischen Themen ging es in den Gesprächen aber auch um die politische Situation und die wirtschaftlichen Perspektiven.
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