7. Jahrgang Nr. 7 / 27. Juli 2007 - 12. Av 5767

Jüdischer Sommer in Frankfurt und Weimar

Mit einem großartigen Konzert von Avraham Fried haben am 21. August um 20 Uhr die diesjährigen "Jüdischen Kulturwochen" der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, die in Kooperation mit dem Frankfurter Kulturamt bis zum 2. September veranstaltet werden, begonnen. Der Sänger Fried, der traditionelles jüdisches Liedgut aus Osteuropa mit Rock-, Jazz- und Pop-Musik verbindet, ist in Deutschland noch ein Unbekannter, in Amerika und Israel dagegen füllt orthodoxe Sänger Stadien und große Konzertsäle. Eine breite Palette von Veranstaltungen vermitteln nach den Worten des Gemeinde-Kulturdezernenten, Dr. Dieter Graumanns, eine gemeinsame Botschaft: "Wir sind da!" Gemeint ist die jüdische Gemeinschaft in Frankfurt, die von 4000 im Jahr 1989 auf mittlerweile 7000 angewachsen ist. Auf dem Programm stehen eine Lesung des Historiker Saul Friedländer, der im Herbst den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält, der Berliner Kultautor Wladimir Kaminer liest aus seinen Büchern „Mein Schrebergarten“ und „Russendisko“, eine jüdische Filmreihe im Filmmuseum, eine Ausstellung im Gemeindezentrum von Künstlern der Frankfurter Gemeinde, eine Stadtbegehung an jüdische Orte in Frankfurt, ein Klezmer-Konzert und ein Klavierabend des Klavier-Virtuosen Vladimir Stoupel. Außerdem wird es in Zusammenhang mit der Ausstellung „Ignatz Bubis – Ein jüdisches Leben in Deutschland“, die im Jüdischen Museum in Frankfurt zu sehen ist, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens – Leben und Werk von Ignatz Bubis“ mit Prof. Dr. Salomon Korn und Dr. Otto Graf Lambsdorff geben. Weitere Informationen unter: www.jg-ffm.de.

Noch bis 9. August finden in Weimar das Klezmer-Festival "Yiddish Summer" statt. Vorgestellt werden traditionelle jiddische Musik und neue Impulse von Klassik bis HipHop Das Festival wird von der Europäischen Union mit 200 000 Euro gefördert. Infos: www.yiddish-summer-weimar.de.

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