7. Jahrgang Nr. 7 / 27. Juli 2007 - 12. Av 5767

Nachricht

„Mit einer Stimme sprechen"

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat die wachsende Bedeutung der jüdischen Gemeinden in Deutschland gewürdigt. Die neue Vielfalt jüdischen Lebens in der Bundesrepublik sei "ein Geschenk und Wunder, für das wir staunend dankbar sind", sagte Schäuble bei einem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der "Union Progressiver Juden in Deutschland" in Berlin. Der Vorsitzende der Union, Jan Mühlstein, betonte, das liberale Judentum sei "wieder in der Mitte der jüdischen Gemeinschaft und der Gesellschaft" angekommen. Auch der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sprach sich für eine weitere Integration der liberalen Gemeinden unter dem Dach des Zentralrates aus. Darunter gebe es "Platz für alle Juden dieses Landes". "Bewahren wir die Vielfalt, in dem wir die politische Einheit stärken", erklärte Graumann. "Wir Juden in Deutschland wollen politisch mit einer Stimme sprechen." Der "Union Progressiver Juden in Deutschland" gehören bundesweit 20 liberale jüdische Gemeinden mit 4500 Mitgliedern an. Der Verband ging 2002 aus der 1997 gegründeten "Union Progressiver Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz" hervor.
epd