7. Jahrgang Nr. 7 / 27. Juli 2007 - 12. Av 5767

Nachrichten

Unna-Massen wird Kompetenzzentrum für Integration

Die Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländische Flüchtlinge in Unna-Massen (Nordrheinwestfalen) wird in ein Kompetenzzentrum für Integration umgewandelt. Zu den Aufgaben gehört neben der Wohnraumbeschaffung für Aussiedler und jüdische Zuwanderer künftig auch eine Beratung in Berufs- und Ausbildungsfragen. Daneben sollen Sprach- und Sozialkurse angeboten werden, die den Zuwanderern erste Orientierung im ungewohnten Umfeld geben. Die Mitarbeiterzahl wird von derzeit 186 auf 85 im Jahr 2011 gekürzt. Ziel sei es, Kommunen, Trägern der Wohlfahrtspflege, Sozialverbänden und Migrantenselbstorganisationen trotz der personellen Kürzungen "auch weiterhin einen fachkundigen und landesweit erkennbaren Ansprechpartner zu bieten", sagte der nordrheinwestfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Hintergrund für die Umstrukturierung ist der Rückgang der Zuwandererzahlen. Während im Jahr 2004 laut Angaben noch 16.000 Menschen in Unna-Massen versorgt wurden, rechnet die Landesregierung zukünftig nur mit 3.500 Zuwanderern jährlich.
KNA

Kritik an Gedenkstätten-Konzept der Bundesregierung

KZ-Gedenkstätten dürfen nicht auf Eintrittsgelder angewiesen sein, meint der Zentralrat der Juden in Deutschland. Generalsekretär Stephan J. Kramer kritisierte in Buchenwald, dem neuen Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung fehle die langfristige Finanzierung. Außerdem seien Opferverbände und Wissenschaftler von der Mitarbeit ausgeschlossen. Der Bund plane mit den Vorschlägen von Kulturstaatsminister Bernd Neumann also offensichtlich eine staatlich verordnete Gedenkstättenpolitik.
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