7. Jahrgang Nr. 6 / 29. Juni 2007 - 13. Tammus 5767

Ronald Lauder neuer Präsident des Jüdischen Weltkongresses

Der Kosmetikerbe und Kunstsammler Ronald Lauder ist mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses (WJC) gewählt worden. Bei einer Sitzung des Geschäftsführenden Vorstands setzte sich der 63-Jährige in New York klar mit 59 zu 17 Stimmen gegen seinen Konkurrenten Mendel Kaplan durch. Lauder löst den langjährigen Präsidenten Edgar M. Bronfman ab, der im Mai nach einem Finanzskandal in der Organisation überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, begrüßte die Wahlentscheidung. Knobloch sicherte dem neuen Präsidenten eine gute Zusammenarbeit mit den jüdischen Gemeinden in Deutschland zu. «Die Situation in der Vergangenheit ist etwas, das wirklich der Vergangenheit angehören sollte», sagte sie. «Wir schauen jetzt sehr zufrieden in die Zukunft.»

Lauder sieht es als seine wichtigste Aufgabe an, die Organisation wieder zur Geschlossenheit zu führen. «Ich hoffe, dass all die schlechten Zeiten hinter uns liegen.» Zum neuen Vorsitzenden wurde als einziger Kandidat per Akklamation Bronfmans Sohn Matthew (48) gewählt. Der Präsident und der Vorsitzende teilen sich die Führung der Organisation in einer Art Doppelspitze. Der Europäisch Jüdische Kongress (EJC) hat Moshe Kantor (53), Vorsitzender des Russischen Jüdischen Kongresses, zum neuen Präsidenten gewählt. Er ist Nachfolger von Pierre Besnainou (53), der das Amt für zwei Jahre inne hatte.

dpa/zu/kna