4. Jahrgang Nr. 7 / 23. Juli 2004 - 5. Aw 5764

Sprachlehrbuch für jüdische Zuwanderer

Die Integration russischer Zuwanderer aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist für die jüdischen Gemeinden in Deutschland eine große Herausforderung. Eines der Hauptprobleme dabei ist das Erlernen der deutschen Sprache, den die Sprache ist nach wie vor Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integration. Und genau hier setzt das neue Sprachlehrbuch, das im Herbst im Cornelsen Verlag erscheinen wird, an: Es ist speziell auf die Bedürfnisse und das Wissen der jüdischen Zuwanderer zugeschnitten, verbindet den Spracherweb mit dem Grundwissen über das Judentum. In dem „Arbeitsheft Pluspunkt Deutsch für jüdische Einwanderer“ werden Themen wie kosheres Essen, Gottesdienst, jüdische Rituale und Weisheiten ebenso behandelt wie Alltagssituationen in Deutschland oder der Gang zum Arbeits- beziehungsweise Sozialamt.

Mit dieser Neuerscheinung, die als Pilotprojekt an der Jüdischen Gemeinde Weiden entwickelt worden ist, beschreitet der Berliner Cornelsen Neuland: Erstmalig liegt ein Sprachlehrbuch vor, dass auf eine ganz spezielle Migrantengruppe zugeschnitten ist. Mit Hilfe des neuen Lehrbuch können die Gemeinden den Zuwanderern nicht nur bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche behilflich sein, sie können ihnen künftig eine ganz neue Form von Sprachkursen anbieten.
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