4. Jahrgang Nr. 7 / 23. Juli 2004 - 5. Aw 5764

Konflikt wurde ausgeräumt

Die Weichen sind gestellt: Der Zentralrat der Juden in Deutschland und die Union progressiver Juden haben eine Lösung gefunden, um ihren seit Wochen andauernden Streit zu beenden. Hintergrund waren die vor allem in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen über die Beteiligung der liberalen an den durch den Staatsvertrag zugesicherten jährlich drei Millionen Euro. Die Einigung sieht vor, dass die progressiven Gemeinden Mitglieder im Zentralrat werden, als Körperschaften der Öffentlichen Rechts anerkannt werden und entsprechenden an den Staatszuschüssen teilhaben dürfen. Dies sei, so machten die Vertreter der progressiven Juden immer wieder unmisverständlich klar, Voraussetzung dafür, dass der Zentralrat künftig als der alleinige Vertreter aller Juden in Deutschland aktzeptiert werde. Der Union gehören 15 Gemeinden mit insgesamt 3000 Mitgliedern an.

Insgesamt leben in Deutschland rund 120 000 Juden. Zentralratspräsident Paul Spiegel ist zuversichtlich, dass letzte Detailfragen demnächst geklärt werden können.

dpa/zu