4. Jahrgang Nr. 6 / 25. Juni 2004 - 6. Tamus 5764

Neues Buch setzt jüdischer Familien ein Denkmal

Kaum eine Familie hat das jüdische Leben im Frankfurt Westend über Jahrhunderte hinweg so geprägt, wie Familie Langenbach – fast vierhundert Jahre lebten sie in der Main Metropole bis die Nationalsozialisten sie jäh vertrieben haben. Bedauerlicherweise sind heute kaum noch Spuren dieser Dynastie, die immer Wert auf bescheidenes Auftreten gelegt hat, in der Main-Metropole zu finden – umso erfreulicher ist es, dass jetzt ein Buch im Verlag Waldemar Kramer erschienen ist, das punktgenau die Geschichte der Familie erzählt. Mit Hilfe von Wolfgang Thaetner – einem nicht-jüdischen- aber dennoch „fast“-Familienmitglied der Langenbachs – ist es der Autorin Margret Steen gelungen, präzise den Lebensweg der Familie nach zu zeichnen, ihr soziales Engagement hervorzuheben, ihre religiöse Position zu beschreiben, von ihrem wirtschaftlichen und akademischen Erfolgen zu berichten. Über alle Generationen hinweg haben sie – als Rabbiner, als Gemeindevorsteher, Richter oder Geschäftsleute –immer Verantwortung übernommen.
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