7. Jahrgang Nr. 1 / 26. Januar 2007 - 7. Schwat 5767

Nachrichten

Richtfest in Bochum

Die neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen soll ein sichtbares Symbol jüdischen Lebens sein – diesem Ziel ist die Gemeinschaft Ende vergangenen Jahres ein gutes Stück näher gekommen: Noch im Dezember wurde Richtfest für den Neubau der Synagoge neben dem Zeiss-Planetarium am Rand der Bochumer Innenstadt gefeiert. Gemeindevorsitzender Grigory Rabinovich dankte Handwerkern und Förderern „für die gute Arbeit". Er freue sich darüber, wie schnell der Bau fortgeschritten sei, sagte er. Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz betonte in der Feierstunde: „Für uns ist heute ein guter, ein schöner Tag. Dafür haben wir uns viele Jahre angestrengt." Sie dankte dem Förderkreis, der nie nachgelassen habe, für das Projekt zu werben. Wahrscheinlich könne die Gemeinde bereits in diesem Jahr einziehen. Die Bauplanungen wurden 2004 von massiven Neonazi-Protesten begleitet.
KNA

Einweihung in Gelsenkirchen

Gut 68 Jahre nach der Zerstörung der Synagoge in Gelsenkirchen sind die Arbeiten an dem Neubau an gleicher Stelle weitgehend abgeschlossen. Anfang Februar soll das Gebäude von der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, feierlich eingeweiht werden. Im Rahmen der Eröffnung findet das vom Zentralrat der Juden finanzierte Konzert der Berliner Musiker „Klezmer Chidesch" statt. Die alte Synagoge war im Jahr 1885 gebaut worden. Am 9. November 1938 wurde sie von den Nationalsozialisten zerstört.
dpa