4. Jahrgang Nr. 6 / 25. Juni 2004 - 6. Tamus 5764

Nachrichten aus den Gemeinden

Grundstein für neue Synagoge in Bad Segeberg

Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Schleswig-Holstein der Grundstein für eine Synagoge in Bad Segeberg gelegt. Die erst 2002 gegründete Segeberger Gemeinde, die nach eigenen Angaben zu achtzig Prozent aus Zuwanderern aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion besteht, ist stolz auf das Erreichte. In drei Bauabschnitten soll die historische Lohmühle mitten in der Stadt zum Gemeindezentrum umgebaut werden. „Wir wollen offen sein für alle Glaubensrichtungen“, sagte der Vorsitzende der Gemeinde, Walter Blender. Der Bau soll rund 1,5 Millionen Euro kosten und wird aus Spenden finanziert.
dpa

Kabinett billigt Entwurf für Staatsvertrag mit Jüdischen Gemeinden

Nach langen Verhandlungen hat das brandenburgische Kabinett den Entwurf eines Staatsvertrags mit den Jüdischen Gemeinden gebilligt. Vor der Unterzeichnung muss vom Landesverband Brandenburg allerdings noch ein tragfähiges Sanierungskonzept vorlegen. Er war im Jahr 2000 in eine finanzielle Schieflage geraten und ist hoch verschuldet. Der Vertragstext sieht jährliche Zuwendungen in Höhe von 200 000 Euro durch das Land vor. So werden die jüdischen Feiertage geschützt, die Gemeinde erhält das Recht zur Seelsorge in Heimen oder Krankenhäusern, zum Betrieb von Schulen, Horten sowie Weiterbildungsstätten.
dpa