6. Jahrgang Nr. 11 / 24. November 2006 - 3. Kislew 5767

Nachrichten

Charlotte Knobloch als Präsidentin bestätigt

Die Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, ist am 18. November in ihrem Amt bestätigt worden. Bei der Präsidiumswahl in Düsseldorf votierte das Gremium einstimmig für Knobloch sowie für die beiden Vizepräsidenten Prof. Dr. Salomon Korn und Dr. Dieter Graumann bei eigener Enthaltung. Der Vorsitzende des Landesverbandes Brandenburg, Felix Beyelenkow, wurde neu ins Präsidium gewählt. Er ersetzt Albert Meyer, Berlin, der nicht wieder gewählt wurde.
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Spendengala für neue Synagoge in Potsdam war ein Erfolg

Auf der gut besuchten Spendengala für eine neue Potsdamer Synagoge hat Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) appelliert, dem reichen jüdische Erbe einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu geben. Er erinnerte an den Verlust der einstigen Synagoge, die am 9. November 1938 in der Pogromnacht geschändet wurde und beim großen Bombenangriff auf Potsdam im April 1945 zerstört worden ist. Auf der Wannseekonferenz, „vor den Toren unserer Stadt", sei die „fabrikmäßige Ausrottung des jüdischen Volkes" beschlossen worden. Platzeck nannte den Holocaust „die schlimmste Katastrophe in der deutschen Geschichte" und mahnte zu einem entschlossenen Kampf gegen Rechtsextremismus. Für die laufenden Kosten soll eine Stiftung ins Leben gerufen werden, erklärte der Vorsitzende des Bauvereins für die Synagoge, Horst-Dieter Weyrauch. Der Bauverein Potsdamer Neue Synagoge e.V. sammelte bei der Gala 15 000 Euro für den Bau der neuen Synagoge an der Schlossstraße 1 in der Innenstadt.
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