6. Jahrgang Nr. 10 / 27. Oktober 2006 - 5. Cheschwan 5767

Empörung

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, warf der Politik „eine bagatellisierende Haltung" gegenüber den rechtsextremen Exzessen vor. Angesichts der aktuellen rechtsextremistischer Vorfälle in Sachsen-Anhalt und Berlin, sei die nach solchen Vorfällen übliche Betroffenheitsdebatte von Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Medien empörend und zudem eine Verhöhnung all jener, die sich aktiv gegen Rechtsextremismus engagieren. Auch für den Vizepräsidenten des Zentralrats, Dr. Dieter Graumann, kommt die dramatische Häufung rechtsextremistischer Vorfälle in jüngster Zeit nicht von ungefähr: „Wer beispielsweise die Jugend- und Bildungsarbeit immer häufiger dem finanzpolitischen Kahlschlag opfert, der darf sich nicht wundern, dass ganze Generationen von Jugendlichen und Kindern in extremistische Lager abrutschen und Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zur Normalität werden."

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