6. Jahrgang Nr. 6 / 30. Juni 2006 - 4. Tamus 5766

Nachrichten

Mehr Geld aus der Landeskasse für sächsische Gemeinden

Sachsens Landtag hat den Staatsvertrag mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden erneuert und ergänzt. Danach werden die jährlichen Zuweisungen rückwirkend zum vergangenen Jahr auf 725.000 Euro erhöht. Bislang wurde der Landesverband mit 542.000 Euro unterstützt. In Sachsen gibt es jüdische Gemeinden in Dresden, Leipzig und Chemnitz. Die Zahl der Gemeindemitglieder hat sich vor allem durch Zuwanderung auf rund 2400 mehr als verzehnfacht. Sachsen habe mit dem Vertrag den jüdischen Zuwanderern deutlich gemacht, dass sie willkommen seien, sagte Justizminister Geert Mackenroth (CDU). SPD-Sprecher Enrico Bräunig zufolge ist es bis zur Normalität im Zusammenleben mit den Gemeinden noch ein weiter Weg. PDS-Fraktionschef Peter Porsch zeigte sich zufrieden darüber , dass es diesen Vertrag angesichts deutscher Geschichte gebe. FDP-Sprecher Jürgen Martens wies Äußerungen der NPD zurück, die politische Sonderrechte für die jüdischen Gemeinden ablehnte.
dpa