08.06.2006

Unerträgliche Provokation: Anwesenheit des Iranischen Vizepräsidenten bei WM-Eröffnung in München

„Die Teilnahme des iranischen Vizepräsidenten Mohammed Aliabadi an der Eröffnungsfeier der WM in München ist eine Provokation und ein Offenbarungseid der deutschen Politik vor dem Mullah-Regime in Teheran", so der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan J. Kramer.

„Die Vorstellung, dass der Stellvertreter des iranischen Präsidenten, Ahmadineschad, einem weithin bekannten Holocaustleugner, der die Auslöschung des Staates Israel gefordert hat, im Stadion zusammen mit Bundespräsident Prof. Horst Köhler und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Eröffnung der Fußballweltmeisterschaft verfolgt, ist unerträglich", so Kramer.

„Durch die Teilnahme des Vizepräsidenten wird das Sportereignis zu einer politischen Veranstaltung mißbraucht. Die Tatsache, dass die Bundesregierung die Teilnahme Aliabadis nicht verhindert hat, zeigt die Inkonsequenz und den Opportunismus, der die politische Position Deutschlands gegenüber dem iranischen Regime prägt", so Kramer abschließend.

Berlin, den 08. Juni 2006 / 12. Siwan 5766