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auf der Internetseite des Zentralrats der Juden in Deutschland

18.10.2017 / 28 Tishri 5778
  • Reden und Texte / 09.10.2017

    Keine Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten

    Gastkommentar von Zentralratspräsident Dr. Schuster und CRIF-Präsident Francis Kalifat, Die Welt, 7.10.2017

    Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

    Bei den politischen Dachverbänden der jüdischen Gemeinden und Institutionen in Deutschland und Frankreich - dem Zentralrat der Juden in Deutschland und dem Repräsentativen Rat der jüdischen Institutionen von Frankreich (CRIF) - ist es seit Jahrzehnten gute Tradition, überparteilich zu arbeiten. Wir haben stets Kontakt zu allen in den jeweiligen Parlamenten vertretenen Parteien gehalten.

    Das hat sich in Frankreich mit dem wachsenden Erfolg des Front National geändert. In Deutschland stehen wir mit dem Einzug der rechtspopulistischen AfD in den Bundestag ebenfalls vor einer neuen Situation, die ein Umdenken erfordert und uns veranlasst, von alten Gepflogenheiten Abstand zu nehmen.

    Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland und in Frankreich schätzt politischen Pluralismus in der Demokratie. Gerade deshalb sehen wir keine Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der AfD oder dem Front National. Juden haben aufgrund ihrer leidvollen Geschichte feine Sensoren, wenn Populisten anfangen, demokratische Werte im Misskredit zu bringen, die Gesellschaft zu spalten und Minderheiten anzugreifen. Die Geschichte hat uns bitter gelehrt, wohin es führen kann, wenn über Jahre der Bevölkerung weisgemacht wird, eine bestimmte Minderheit schade dem Land.

  • Aktuell / 25.09.2017

    Mazal tov!

    Rabbiner Henry G. Brandt feiert heute seinen 90. Geburtstag

    Rabbiner Henry G. Brandt.

    Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, hat Rabbiner Henry G. Brandt herzliche Glück- und Segenswünsche zu dessen heutigem 90. Geburtstag überbracht. Rabbiner Brandt zählt zu den prägenden Persönlichkeiten im liberalen Judentum sowie im jüdisch-christlichen Dialog in Deutschland. Dr. Schuster würdigte die großen Verdienste des Rabbiners vor allem in der Verständigung zwischen den Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft.

  • Presseerklärungen / 24.09.2017

    Zentralrat der Juden sieht Bundestag vor größter demokratischer Herausforderung seit 1949

    Noch nie seit Gründung der Bundesrepublik stand der Deutsche Bundestag vor einer so ernsten Herausforderung wie jetzt: Erstmals ist eine rechtspopulistische Partei, mit starken Überschneidungen zur rechtsextremen Szene, in dieser Größenordnung in den Bundestag gewählt worden. Jetzt gilt es, im Parlament selbst für die Demokratie zu kämpfen und ihre Werte vehement zu verteidigen. Die anderen im Bundestag vertretenen Parteien dürfen sich von der AfD weder gegeneinander ausspielen noch provozieren lassen.

  • Aktuell / 20.09.2017

    Bei Antisemitismus werden wir nie schweigen

    Gedanken zu Rosch Haschana von Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster

    Typische Speise an Rosch Haschana: der Granatapfel.

    Im Juni hat der bekannte Redakteur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Patrick Bahners, einen Text veröffentlicht, den er mit „Die Angst vor dem A-Wort“ überschrieben hat. Darin behauptet er, dass es in Deutschland so etwas wie ein Meinungskartell gebe, dass jeden Israel-Kritiker als Antisemiten abstempele. Die Furcht vor dem „A-Wort“ schade unserer Meinungsfreiheit.

    Das „A-Wort“ hat auch für den Zentralrat der Juden in Deutschland die politische Arbeit im zurückliegenden Jahr bestimmt. Allerdings mitnichten, weil wir uns vor dem Begriff Antisemitismus fürchten. Und auch nicht, weil wir den Begriff erfolgreich einsetzten, um unsere Kritiker und Gegner mundtot zu machen.

  • Presseerklärungen / 20.09.2017

    Zentralrat begrüßt Kabinettsbeschluss zur Antisemitismus-Definition

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt den Beschluss der Bundesregierung, die Bekämpfung des Antisemitismus zu verstärken. Wenn die international vereinbarte Definition von Antisemitismus künftig in den Schulen, in der Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der Justiz berücksichtigt wird, ist damit ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Antisemitismus getan. Auch die Polizei erhält mit der Antisemitismus-Definition ein Werkzeug an die Hand, mit dem antisemitische Straftaten auch als solche effektiv eingestuft werden können.

  • Presseerklärungen / 15.09.2017

    Zentralrat der Juden: Kampf gegen Rechtsextremismus massiv verstärken

    Gespräch mit Trägern des Paul-Spiegel-Preises für Zivilcourage

    Das Präsidium des Zentralrats und die Preisträger.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland ruft dazu auf, den Kampf gegen Rechtsextremismus massiv zu verstärken. Alle demokratischen Kräfte – die Parteien und die Zivilgesellschaft – müssen zusammenstehen, um den Umtrieben der Rechtsextremisten Einhalt zu gebieten. Dies muss auch eine vordringliche Aufgabe für die neue Bundesregierung nach der Wahl sein. Ebenso muss das Augenmerk stärker auf radikalisierte Jugendliche generell gerichtet werden.

  • Reden und Texte / 11.09.2017

    "Anwälte der Schwachen und Bedürftigen"

    Grußwort von Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster beim Festakt zum 100-jährigen Bestehen der ZWST, 10.9.2017, Frankfurt

    Lobte das soziale Engagement der Mitarbeiter und Ehrenamtler: Dr. Josef Schuster.

    Anrede,

    um 100 Jahre ZWST zu würdigen, möchte ich Ihnen gerne von Paul Bertold erzählen. Sie kennen Paul Bertold nicht? Paul Bertold veröffentlichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts Erzählungen und ein Theaterstück sowie eine Schrift über Juden in Galizien.

    Paul Bertold ist für die Zentralwohlfahrtsstelle eine entscheidende Figur. Denn eigentlich verbarg sich dahinter eine Frau, der es zu wenig war, als höhere Tochter ihr Leben zu verbringen. Berufstätigkeit, geschweige denn die Veröffentlichung eigener Werke - das war damals bei Frauen nicht gern gesehen. Deshalb wählte Bertha Pappenheim ein männliches Pseudonym: Paul Bertold.

  • Presseerklärungen / 08.09.2017

    Zentralrat der Juden startet Begegnungsprojekt für Schüler

    Wie sehen Juden eigentlich aus? Feiern Juden Weihnachten? Sind alle Juden Israelis? Mit solchen Fragen sind Lehrer häufig in der Schule konfrontiert. Um antisemitische Vorurteile aus dem Weg zu räumen und das Wissen über das Judentum zu vergrößern, startet der Zentralrat der Juden in Deutschland in diesem Schuljahr bundesweit das Projekt „Likrat – Jugend und Dialog“ (hebr.: aufeinander zu).

  • Reden und Texte / 07.09.2017

    "Der Schmerz ist nicht in Worte zu fassen"

    Grußwort von Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster anlässlich des Besuchs des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin in der KZ-Gedenkstätte Dachau, 6. 9. 2017

    In der KZ-Gedenkstätte Dachau: der israelische Präsident Reuven Rivlin (5. v. l.), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer. Zentralratspräsident Josef Schuster (2. v. l.) begrüßte die Gäste.

    Anrede,

    „Ich erzähle von Auschwitz, Warschau, Dachau ohne mich von dem Ungeist von Auschwitz beherrschen zu lassen, indem ich versuche Brücken zu bauen zwischen Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, mit je unterschiedlichem Hintergrund, über alle politischen und religiösen Hindernisse hinweg.“

    Diese Worte stammen von Max Mannheimer sel. A. Er sprach sie am Holocaust-Gedenktag 2015, vor dem Bayerischen Landtag. Max Mannheimer überlebte die Konzentrationslager Dachau und Auschwitz. Er setzte sich Zeit seines Lebens dafür ein, die Erinnerung wachzuhalten und Brücken zu bauen. Im vergangenen Jahr ist er für immer von uns gegangen.

  • Presseerklärungen / 06.09.2017

    Keine Unterstützung mehr für BDS-Bewegung – Gespräch des Regierenden Bürgermeisters mit Zentralrat der Juden

    Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, wird sich persönlich dafür einsetzen, dass Gruppen oder Veranstalter, die die anti-israelische BDS-Bewegung unterstützen ähnlich wie in Frankfurt/M. und München keine städtischen Räume oder Zuschüsse mehr bekommen. Ebenso machte Herr Müller deutlich, dass Berlin weiterhin alle Rechtsmittel und Auflagen gegen antisemitisch geprägte Veranstaltungen wie den jährlichen Al Quds-Marsch ausschöpft und Rechtsbrüche mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt sowie die Bekämpfung des Antisemitismus in den Berliner Schulen verstärken wird. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Der Zentralrat begrüßt diesen Schritt des Regierenden Bürgermeisters ausdrücklich.