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auf der Internetseite des Zentralrats der Juden in Deutschland

28.2.2017 / 2 Adar 5777
  • Reden und Texte / 22.02.2017

    "Die Warnlampen blinken bei uns häufiger"

    Vortrag des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, in der Veranstaltungsreihe „Parlamentsleben“, Niedersächsischer Landtag, Hannover, 21.2.2017

    Dr. Josef Schuster bei seiner Rede im Landtag in Hannover.

    Anrede,

    vor wenigen Wochen wurde vielerorts noch einmal an einen meiner Amtsvorgänger erinnert: an den verehrten Ignatz Bubis sel. A. Denn im Januar wäre er 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass kam auch mir ein Vorfall wieder in den Sinn: Der israelische Präsident Weizman hielt 1996 eine Rede im Deutschen Bundestag. Anschließend kam der damalige Chef der Bundeszentrale für politische Bildung auf Bubis zu und gratulierte zur guten Rede „seines“ Staatspräsidenten. Bubis war schlagfertig genug, um zu antworten: „Herr Herzog hält immer gute Reden.“

    Es ist nicht lange her, da ist mir etwas Ähnliches passiert. Im Zuge der Flüchtlingsdebatte Ende des Jahres 2015 schrieb ein junger Mann auf Facebook: „Die Vermittlung unserer Werte hat bei Schuster offensichtlich auch nicht geklappt.“

    Die Parallele ist deutlich: Ignatz Bubis und ich wurden jeweils nicht als Deutsche wahrgenommen. Sondern als Menschen, die woanders ihre Heimat haben und denen die Werte Deutschlands erst vermittelt werden müssen.

  • Presseerklärungen / 19.02.2017

    Hamburg gewinnt die Jewrovision 2017 in Karlsruhe

    Chasak Hamburg gewinnt die Jewrovision 2017.

    Den größten Tanz- und Gesangswettbewerb Europas für jüdische Jugendliche, die Jewrovision, hat in diesem Jahr das Jugendzentrum „Chasak“ (hebr. „stark“) aus Hamburg gewonnen. In der vergangenen Nacht gegen 1.00 Uhr überreichte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, in der Schwarzwaldhalle in Karlsruhe unter dem Jubel von mehr als 2.000 Zuschauern den Siegerpokal.

    Auf den zweiten Platz kam das Jugendzentrum „Or Chadasch“ Mannheim feat. JuJuBa, den dritten Platz belegte „Kadima“ Düsseldorf. Der Preis für das beste Vorstellungsvideo ging ebenfalls an das Jugendzentrum der Jüdischen Gemeinde Hamburg.

  • Presseerklärungen / 12.02.2017

    Zentralrat der Juden begrüßt Wahl von Dr. Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten

    Der designierte Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland gratuliert Herrn Dr. Frank-Walter Steinmeier zur Wahl zum Bundespräsidenten und wünscht ihm für seine Amtszeit viel Erfolg! In einem persönlichen Glückwunschschreiben hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass sich Dr. Steinmeier auch in seinem neuen Amt tatkräftig gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen werde.

  • Reden und Texte / 02.02.2017

    "Wir brauchen den Rückhalt der Gesellschaft"

    Grußwort des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, zum Festakt anlässlich des 10. Jahrestags der Einweihung der Neuen Synagoge Gelsenkirchen, 1.2.2017, Gelsenkirchen

    Dr. Schuster beim Festakt in Gelsenkirchen.

    Anrede,

    zu diesem feierlichen Anlass möchte ich mein Grußwort gerne mit einem Zitat beginnen: „Wo ist nur das Gute geblieben? Wir sind die Menschen, die lieben! Haben wir den Krieg schon verloren? Nein, das Gute ist jetzt geboren!“

    Ich sehe es Ihren Gesichtern an, wie Sie jetzt überlegen: Stammt das Zitat aus einem Gebet? Oder von einem berühmten Rabbiner?

    Ich verrate Ihnen die Quelle gerne: Diese Zeilen haben Jugendliche aus Gelsenkirchen gedichtet, genauer gesagt: Jugendliche aus dem Jugendzentrum „Chesed“, das zu dieser Gemeinde hier gehört. Die Verse stammen aus ihrem Lied, mit dem sie vor fast genau einem Jahr in Mannheim bei der Jewrovision aufgetreten sind. Die Jewrovision ist ein großer Tanz- und Gesangswettbewerb, so ähnlich wie ihr Vorbild, die Eurovision, nur eben für jüdische Jugendliche.

    Warum ich Ihnen das so ausführlich berichte? Nicht nur, weil in gut zwei Wochen der Zentralrat der Juden wieder die Jewrovision ausrichtet. Sondern vor allem, weil an diesem Beispiel deutlich wird: In Gelsenkirchen haben wir eine kleine, aber quicklebendige jüdische Gemeinde!

  • Presseerklärungen / 26.01.2017

    Gedenken an die Schoa wichtiger denn je

    Am 27. Januar gedenken wir weltweit der Opfer der Schoa. Wir erinnern an sechs Millionen ermordete Juden sowie an die ermordeten Sinti und Roma und Homosexuellen, an die Euthanasie-Opfer und all jene, die wegen ihres Widerstands gegen die Nationalsozialisten hingerichtet wurden. Wir werden sie nie vergessen!

  • Aktuell / 18.01.2017

    "Das Andenken an die Ermordeten wird mit Füßen getreten"

    Statement des Zentralratspräsidenten Dr. Schuster zur AfD-Rede von Björn Höcke

    Dr. Josef Schuster.

    Zur Rede des Thüringer AfD-Vorsitzenden Björn Höcke in Dresden erklärt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster:

    „Das Berliner Holocaust-Denkmal als „Denkmal der Schande“ zu bezeichnen, wie es Björn Höcke getan hat, ist zutiefst empörend und völlig inakzeptabel. Damit tritt Björn Höcke das Andenken an die sechs Millionen ermordeten Juden mit Füßen und relativiert das schwerste und in diesem Ausmaß einzigartige Menschheitsverbrechen der Geschichte. Die AfD zeigt mit diesen antisemitischen und in höchstem Maße menschenfeindlichen Worten ihr wahres Gesicht. Dass 70 Jahre nach der Schoah solche Aussagen eines Politikers in Deutschland möglich sind, hätte ich nicht zu glauben gewagt.“

  • Presseerklärungen / 17.01.2017

    Urteil zur NPD ist verpasste Chance

    Mit der Ablehnung eines NPD-Verbots durch das Bundesverfassungsgericht ist eine wichtige Chance vertan worden, wirksam gegen diese menschenverachtende Partei vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Die NPD kann derzeit mit Hilfe von Hunderttausenden Euro aus Steuergeldern ihre braune Ideologie verbreiten und in der rechten Szene wichtige logistische Unterstützung leisten.

  • Aktuell / 10.01.2017

    Neujahrsempfang bei Bundespräsident Gauck

    Dr. Schuster begrüßt Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt.

    Zum letzten Mal in seiner Amtszeit hat am Dienstag (10.1.) Bundespräsident Joachim Gauck mit First Lady Daniela Schadt zum Neujahrsempfang ins Schloss Bellevue eingeladen. Unter den zahlreichen Teilnehmern war auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. Dr. Schuster überbrachte dem Bundespräsidenten im Namen der jüdischen Gemeinschaft alle guten Wünsche für das Jahr 2017.

  • Presseerklärungen / 10.01.2017

    Zum Tod von Alt-Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat mit tiefer Trauer auf die Nachricht vom Tod Roman Herzogs reagiert. Der Alt-Bundespräsident war der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland eng verbunden. Er erhielt 1998 für sein Engagement den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden.

    Schon als Richter bzw. Präsident des Bundesverfassungsgerichts hatte sich Prof. Dr. Herzog um das jüdische Leben in Deutschland verdient gemacht, etwa mit dem Urteil, in dem die Auschwitz-Lüge als Straftatbestand bestätigt wurde. In vielen Reden als Bundespräsident betonte Roman Herzog die Singularität der Shoa. Auch war es Prof. Dr. Herzog, der 1996 den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, proklamierte und damit weltweit ein wegweisendes Zeichen setzte.

  • Aktuell / 20.12.2016

    Bestürzung über den Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin

    Dr. Josef Schuster.

    „Mit großer Bestürzung hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die Nachricht vom Angriff auf die Besucher des Berliner Weihnachtsmarktes aufgenommen. Wir sind zutiefst erschüttert. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit, in der sich unsere Gesellschaft auf Werte wie Nächstenliebe, Güte und Frieden besinnt, wurde unser Land durch diesen abscheulichen Angriff erneut ins Mark getroffen.

    Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Den Verletzten wünschen wir rasche Genesung.

    Unser Denken und Handeln darf dennoch nicht von Terror und Angst vereinnahmt werden. Am 24. Dezember beginnen das Weihnachtsfest und das jüdische Lichterfest Chanukka. Mögen die Botschaften dieser beiden Feste uns Kraft spenden in diesen schweren Stunden.“

  • Presseerklärungen / 11.12.2016

    Größter Gemeindetag des Zentralrats der Juden zu Ende gegangen

    War Gast des Gemeindetags: Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (2. v. r.), mit unserem Präsidenten Dr. Josef Schuster (2. v. l.) und den Vizepräsidenten Abraham Lehrer (l.) und Mark Dainow (r.).

    Mit einer Keynote-Rede von Bundesjustizminister Heiko Maas ist am Sonntag in Berlin der bislang größte Gemeindetag des Zentralrats der Juden in Deutschland zu Ende gegangen. Vier Tage lang haben rund 1.200 Mitglieder der jüdischen Gemeinden aus ganz Deutschland ein vielfältiges Programm aus Podiumsdiskussionen zu aktuellen Themen, Stadtführungen, Autorenlesungen, Filmgesprächen, Gottesdiensten sowie Auftritten fulminanter Künstler erlebt. Einer der Höhepunkte war die gemeinsame Feier des Schabbats mit der israelischen A-Capella-Gruppe „Mafteach Soul“.

  • Reden und Texte / 08.12.2016

    "Unser jüdisches Haus soll in Deutschland eine Zukunft haben"

    Rede des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, zur Eröffnung des Gemeindetags, 8.12.2016, Berlin

    Anrede,

    als ich heute auf dem Weg von Würzburg nach Berlin war, da kam mir mit einem Male ein Gedanke: Nämlich der Gedanke, dass just zur gleichen Zeit aus allen Ecken der Republik zig Mitglieder unserer Gemeinden ebenfalls auf dem Weg nach Berlin sind. Zu Hunderten haben wir uns heute auf den Weg gemacht.

    Und bei diesem Gedanken wurde mir sehr warm ums Herz. Und der Gedanke erfüllte mich auch mit Stolz. Stolz, dass eine selbstbewusste jüdische Gemeinschaft von Alt bis Jung zu einem Treffen dieser Größe zusammenkommt.

  • Aktuell / 06.12.2016

    Gemeinsame Erklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Kultusministerkonferenz zur Vermittlung jüdischer Geschichte, Religion und Kultur in der Schule

    Dr. Josef Schuster und KMK-Präsidentin Dr. Claudia Bodegan unterzeichneten die Gemeinsame Erklärung.

    Das Judentum ist seit vielen Jahrhunderten integraler Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur, Geschichte und Gesellschaft.
    Jüdisches Leben ist indes in vielen gesellschaftlichen Bereichen kaum sichtbar und wird, beispielsweise in Schulbüchern und anderen Bildungsmedien, vielfach nur auf einzelne Elemente oder auf einige wenige Epochen der Geschichte verkürzt, zum Teil verzerrt und undifferenziert dargestellt.

  • Presseerklärungen / 27.11.2016

    Zentralrat und BA-Chef Weise: Integration der Flüchtlinge muss Priorität haben

    Zentralratspräsident Dr. Josef Schuster (2. v. r.) und die Vizepräsidenten Mark Dainow (r.) und Abraham Lehrer (l.) begrüßten BA-Chef Frank-Jürgen Weise (2. v. l.).

    Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, war am Sonntag (27.11.) Gast der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Dabei kam es zu einem intensiven Gedankenaustausch über die aktuellen Herausforderungen in der Flüchtlingspolitik. Die Delegierten der Ratsversammlung und Herr Weise waren sich darin einig, dass die gesellschaftliche Integration der Flüchtlinge jetzt oberste Priorität haben müsse.